Besuch von Dr. Paddy Ladd am Lehrstuhl für Hören und Kommunikation
19.10.2026
Der englische Wissenschaftler, Autor und Aktivist hielt einen Vortrag über KI, Taubheit und Fragen der technischen Inklusion.
19.10.2026
Der englische Wissenschaftler, Autor und Aktivist hielt einen Vortrag über KI, Taubheit und Fragen der technischen Inklusion.
© Monika Schunk
Am Donnerstag, den 15. Oktober, durfte der Lehrstuhl für Hören und Kommunikation der Ludwig-Maximilians-Universität München Dr. Paddy Ladd begrüßen. International bekannt ist er insbesondere für seine wegweisenden Arbeiten zum Konzept der Deafhood und zählt zu den prägenden Persönlichkeiten der Deaf Studies.
Der Besuch bildete den Auftakt einer dreitägigen Vortragsreihe in München. Vor Beginn der Veranstaltung nutzte das Lehrstuhlteam bei Kaffee und Kuchen die Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zur Begrüßung des Gastes.
Am Nachmittag versammelten sich rund 70 Interessierte im Hörsaal. Unter den Teilnehmenden waren Studierende und Lehrende des Lehrstuhls für Hören und Kommunikation der LMU München, Studierende und Lehrende des Studiengangs Gebärdensprachdolmetschen der Hochschule Landshut sowie Referendarinnen und Referendare des Förderschwerpunkts Hören und Kommunikation aus Bayern.
In seinem Vortrag „AI, Deafhood, and the Ethics of Technological Inclusion“ setzte sich Paddy Ladd mit der Zukunft Künstlicher Intelligenz und ihrer Bedeutung für taube Menschen und Gebärdensprachgemeinschaften auseinander. Dabei hob er insbesondere hervor, wie wichtig es ist, dass taube Menschen technologische Entwicklungen nicht nur begleiten, sondern diese aktiv und selbstbestimmt mitgestalten. Seine Ausführungen verdeutlichten die zentrale Bedeutung der Beteiligung tauber Menschen an der Entwicklung und Gestaltung inklusiver Technologien.
Auch das Team der Sendung Sehen statt Hören des Bayerischen Rundfunks begleitete die Veranstaltung. Im Anschluss an den Vortrag führte es Interviews mit Paddy Ladd sowie mit einigen Teilnehmenden.
Der Besuch bot eine wertvolle Gelegenheit, aktuelle Fragen an der Schnittstelle von Künstlicher Intelligenz, Deafhood und technologischer Inklusion zu diskutieren und Impulse für die weitere Auseinandersetzung mit diesen Themen in Wissenschaft und Praxis zu gewinnen.